roma.ART / Leipzig

Szenische Lesung
dieses Projekt kann unter post@projekttheater-zi.de gebucht werden

 

roma.ART

Premiere am 26.05.2013 / im Spinnwerk Leipzig, am 14.07. 2013 zu Gast im Apollo Görlitz

Geschätzte 70.000 Roma leben heute in Deutschland. Nach der Wende verschlechterte sich die Situation der Sinti und Roma drastisch: Armut und Arbeitslosigkeit machten sich in weiten Kreisen breit. Demonstrationen und gewaltsame Ausschreitungen gegen diese Minderheit sind immer wieder an der Tagesordnung. Die Lösung der Politik dafür ist die Abschiebung von Sinti und Roma in «krisensichere» Gebiete. Der Abend wird mit in Leipzig lebenden Roma erarbeitet. Denn ist es unsere Verantwortung, nicht die Augen zu verschließen. Es heißt «roma.ART», es bedeutet ein genreübergreifendes Theaterprojekt, es will einen Raum für eigene Assoziationen schaffen. Vorhang auf!

In Kooperation mit dem „Spinnwerk Leipzig“, dem „theater des täglichen Bedarf“ und dem „pandechaion Herberge e. V.

Mit freundlicher Unterstützung durch Die Linke im Europaparlament.

Seit geraumer Zeit sind aus dem CDU/CSU-geführten Bundesinnenministerium verschärfte Töne gegen Asylsuchende aus Mazedonien und Serbien zu vernehmen. Flankiert werden die Vorschläge zur Einschränkung des Asylrechtes für diesen Personenkreis mit rassistischer Stimmungsmache.

Ein Großteil der Asylsuchenden aus Teilstaaten des ehemaligen Jugoslawien sind Roma, die in ihren Herkunftsländern massiv diskriminiert werden. Ihnen werden grundlegende Rechte, wie der Zugang zu Bildung und Ausbildung, Gesundheitsversorgung und Arbeitsmarkt verwehrt. Das hat neben zahlreichen Menschenrechtsorganisationen auch die EU-Kommission erkannt.
Doch die Konsequenz aus diesen unhaltbaren Zuständen – die Einschränkung wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Menschenrechte als Asylgründe anzuerkennen – bleibt aus. Stattdessen wird munter von „Wirtschaftsflüchtlingen“, die „Asylmissbrauch“ betreiben würden, gesprochen.

In der Veranstaltung wird die Situation von Roma in Serbien und Mazedonien beleuchtet. Plastische Einblicke geben Ausschnitte des serbischen Filmes „Kenedi is Getting Married“.

Die ReferentInnen erörtern darüber hinaus die Frage welche wirksamen Maßnahmen für die Verbesserung der Lebenssituation der größten Minderheit in Europa ergriffen werden können und ob und wie der Zugang zu regulären Asylverfahren für Roma gesichert werden kann.

DiskutantInnen:

– Dr. Cornelia Ernst, Mitglied des Europäischen Parlamentes, GUE/NGL-Fraktion, verantwortlich für die Belange von Roma in Europa

– Dr. Karin Waringo, Chachipe e.V., Menschenrechtsorganisation mit besonderem Fokus auf die Situation von Roma

– Stefan Stein, Netzwerk Asyl, Migration, Flucht Dresden, engagierte sich für einen Winterabschiebestopp von Sachsen nach Serbien, Mazedonien und Kosovo

Moderation: Jule Nagel (linXXnet)

veranstaltet von der GUE/ NGL-Fraktion im Europaparlament, Delegation DIE LINKE

im Anschlss: projekTTheater Zittau mit „roma.ART – Leipzig

Gastspiel in Görlitz

 

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