Präsident der GDBA Hans-Christoph Kliebes

Pressemitteilung der GDBA zum Welttheatertag – Zentren kulturellen Lebens müssen erhalten bleiben

Pressemitteilung der GDBA zum Welttheatertag – Zentren kulturellen Lebens müssen erhalten bleiben

Folgende Pres­se­mit­tei­lung hat die GDBA heute an­läss­lich des Welt­thea­ter­ta­ges ver­öf­fent­licht:

Zentren kul­tu­rel­len Lebens müssen erhalten bleiben

In seiner Botschaft zum Welt­thea­ter­tag am 27. März 2012 rief der in­ter­na­tio­nal bekannte Schau­spie­ler John Malkovich dazu auf, die Thea­ter­ar­beit „un­wi­der­steh­lich und originell“ zu machen. Sie solle „tief, bewegend, er­grün­dend und un­ver­wech­sel­bar“ sein und zu einem „frei­mü­ti­gen und freund­li­chen Nach­den­ken“ anregen.

Diese For­de­run­gen erfüllen die Stadt-, Landes- und Staats­thea­ter Abend für Abend in hohem Maße. Trotz aller fi­nan­zi­el­len Probleme gelang es ihnen bisher, ihren Auftrag, der auch ein Bil­dungs­auf­trag ist, zu erfüllen. Doch es fehlt vie­ler­orts an einem klaren Be­kennt­nis der Politik.

Dieses Be­kennt­nis fordert die GDBA ein, nicht zuletzt mit dem Blick auf Meck­len­burg-Vor­pom­mern, einem Land mit hoher Ar­beits­lo­sig­keit und einer starken NPD. Hier droht dem Meck­len­bur­gi­schen Staats­thea­ter Schwerin der Abbau von 79 Stellen, auch wenn der Schwe­ri­ner Stadtrat für 2012 zunächst eine Stel­len­re­du­zie­rung mit ihren ver­hee­ren­den sozialen und künst­le­ri­schen Folgen aussetzte. Ent­schie­den ist nichts, alles bleibt in der Schwebe. Auch die anderen Theater des Landes oder die Häuser in Al­ten­burg-Ge­ra, Dessau oder Gör­litz-Zit­tau sind exis­ten­ti­ell bedroht.

Diese Zentren kul­tu­rel­len Lebens müssen erhalten bleiben, reagieren sie doch sensibel und ein­falls­reich auf neue ge­sell­schaft­li­che Ent­wick­lun­gen und Wi­der­sprü­che – Stich­wor­te: Migration, wachsende Kluft zwischen arm und reich, Rechts­ra­di­ka­lis­mus – und leisten einen un­ver­zicht­ba­ren Beitrag für das Zu­sam­men­le­ben in diesem Land.

Theater sind Seis­mo­gra­phen, Stätten der kul­tu­rel­len Bildung und des äs­the­ti­schen Genusses. Sie bilden eine ein­zig­ar­ti­ge Thea­ter­land­schaft, für die Deutsch­land in der ganzen Welt bewundert wird. Sie zu erhalten, muss als ge­sell­schafts­po­li­ti­sche Kern­auf­ga­be ver­stan­den und umgesetzt werden.

An­sprech­part­ner:
Jörg Löwer
Tel.: (040) 41 28 52 77
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